alphabet – Film von Erwin Wagenhofer

Foto: iStock


„Nach WE FEED THE WORLD und LET'S MAKE MONEY ist ALPHABET der abschließende Teil einer Trilogie, der die Themen der beiden vorherigen Filme nochmals aufgreift und wie in einem Brennglas bündelt.“ (Zitat alphabet-film.com)

Ein lakonischer Film mit folgender Kernthese: Menschen verlieren mit fortschreitender Schulbildung immer weiter ihre angeborene Genialität im Sinne der Denkflexibilität, Fantasie und Vielfalt. Das Nur-eine-Lösung-ist-richtig-Dogma globaler Bildungssysteme führen Wagenhofer und seine Referenten auf ein volkswirtschaftliches Kalkül zurück, dass natürliche Begabungen nach ökonomischen Bedürfnissen zurechtstutzt und damit in Kindheit und Jugend systematisch vernichtet. – Den trüben Verdacht haben wahrscheinlich viele, die seit dem PISA-Schock für ihre Schutzbefohlenen verzweifelt nach Fluchtwegen suchen, als wäre Bildung eine Pandemie.

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Die Entdeckung der Einfachheit


Immer wieder zuerst die Beklemmungen, wenn eine Idee nicht aufgeht, egal wie zäh man auch daran herumfeilt, etwas wegnimmt und wieder hinzufügt … und dann unvermittelt das erhabene Gefühl, wenn endlich das Ei des Kolumbus vor uns senkrecht auf dem Schreibtisch steht. Der Glücksrausch des Entdeckers steht noch weit über dem Stolz des Eroberers!

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Wahrnehmungstest im Feldversuch

Foto: IMAGO / Jan Huebner


Mein aktuelles Lieblingsfoto. Und jeder weiß sofort Bescheid – wahrscheinlich noch in Jahren. Die Poesie des Augenblicks, vom Fotografen noch sensibel eingefangen, verödet leider zu schnell im spießigen Moralfernsehen und wird im Shitstorm hinweggefegt.

Als gäbe das medial nicht deutlich mehr her! Viel interessanter, aus Sicht des Kommunikationsprofis, ist doch der Feldversuch an sich: wie lange bleibt also ein sportiver Zaubertrick unentdeckt? Wahrnehmungspsychologie ist anschaulicher kaum zu vermitteln. Mit der Erklärung folgt allerdings statt der Analyse die Empörung. Schade.

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