Once Upon a Time in the West

Foto: IMAGO / Leemage


Vor 70 Jahren gelingt den Amerikanern, mit der unverhofften Eroberung der fast unbeschädigten Rheinbrücke bei Remagen, deutlich früher als geplant die Überquerung und damit das Vorrücken ins Zentrum Deutschlands. Am 17. März stürzt die Brücke zwar ein, strategisch ist die Lage aber unter Kontrolle und zwei Monate später ist der Spuk vorbei. Die Brücke hat ihre Schuldigkeit getan und wird nie wieder aufgebaut.


Mit dem Ende der Aggression besteht die Chance zur Kommunikation. Und die Amerikaner haben sich gewissenhaft, respektvoll und vorausschauend auf diesen Moment vorbereitet. Nachzulesen ist das im „Pocket Guide to Germany“, den damals jeder GI im Gepäck hat.

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Kreuzzug der Schafsköpfe

Fotovorlage: AdobeStock


Auch heute sammelt sich in Dresden wieder eine kleine Herde von gelangweilten Zeitgenossen, um schwarzrotgoldene (?!) Kreuze zu tragen. Was müssen diese drei Farben nicht noch alles aushalten? Schade um das prachtvolle Elbflorenz, jetzt zum Wallfahrtsort politischer Hinterwäldler zu werden – noch dazu am symbolhaften Montag. Peinlich.

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München liest aus verbrannten Büchern


Die jährliche Gedenkveranstaltung auf dem Königsplatz, einem der kunsthistorisch imposantesten und politisch beklemmendsten Orte in München, hat ein beeindruckend klares Konzept.

Auch wenn in diesem Jahr die Vortragenden annähernd ihr eigenes Publikum stellten, es ändert nichts an der Tatsache, dass hier auf eine sehr angemessene Art an ein intellektuelles Desaster der deutschen Vergangenheit erinnert wird – leise, beharrlich und ohne moralisierenden Populismus. Der Straßenverkehr wird umgeleitet und fünf Stunden lang lesen Autoren, Schauspieler und Bücherfreunde Texte von Autoren, die verfolgt, verjagt oder ermordet wurden. Auf der Wiese die Gedenkfähnchen mit den Namen der Verfemten, daneben der obligatorische Brandfleck des Aktionskünstlers Wolfram P. Kastner.

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