McFly antwortet nicht!

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Schluss mit lustig! – Wer oder was ist McFly und was soll der Quatsch mit dem Fluxkompensator? Meine alberne Ironie aus dem letzten Beitrag tut mir fast schon wieder leid. Die Zeiten sind nicht komisch, vielleicht deshalb dieser Galgenhumor, eine Übersprungshandlung als Reaktion auf die immer neuen, roten Warnlampen, die da aufleuchten. Das generiert eine Paranoia, wie bei Systemabstürzen am Mac oder PC, kurz bevor sich die Festplatte verabschiedet.

Ein kollektiver Seelenkater prägt auch die deutsche Medienlandschaft. Zeitungen sind sogar im Feuilleton nicht mehr erquicklich, selbst in den Unterhaltungsredaktionen hat man keine Lust mehr auf Larifari, sondern versucht sich in Sinnsuche und das geht eben nur unter Einbeziehung der reinen Vernunft. Noch vor einem Jahr dachte ich, mit ehrlichen Argumenten und Analysen ließen sich irgendwann auch schlichte Gemüter erreichen und überzeugen. Als wäre alles eine Frage adäquater Zielgruppenansprache. Ziemlicher Sozialkitsch – mittlerweile hab ich nur noch Panik vor dem Willen des Volkes. Man mag sich fragen, was die Lektüre von guten Tageszeitungen praktisch nutzt, ob die intellektuelle Schreibe nicht schon immer nur ein Paralleluniversum bedient und all die vernünftigen Gedanken tagtäglich im irrationalen Gefühlsmorast versumpfen.


Ein kluger Text hat dennoch etwas Tröstliches. Die in den USA lebende Journalistin Michaela Haas schreibt im SZ Magazin einen Liebesbrief an einen schwerkranken Freund.