Die Theorie der Dummheit

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„Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit“, so Ödön von Horváth in der Einleitung zu seinen berühmten „Geschichten aus dem Wiener Wald“. Der österreichisch-ungarische Literat verstand Dummheit als Stumpfheit und narzisstische Kommunikationsstörung, die sich in selbstgefälligen Phrasen und absurder Logik mitteilt. Man würde sich wünschen, so schlimm wie zu Horváths Zeit wäre es heute nicht mehr – leider ist es viel schlimmer.
Am Ende bekommt jedes Volk die Regierung, die es verdient, heißt es zynisch. In Demokratien stellt sich derzeit die Frage, wer das Volk vor sich selbst oder zumindest die eine Hälfte vor der anderen in Schutz nimmt, oder abstrakter formuliert, wer ein auf Freiheit, Gleichheit und Solidarität angelegtes Gesellschaftssystem vor groben Missbräuchen bewahrt. Nun haben sich in den USA die größten Kotzbrocken an die Spitze dieser übergeschnappten Maga-Bewegung gesetzt und das Volk ist im Freudentaumel. Wie konnte man diese eklatante Rückständigkeit nur übersehen?
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