Das Leben, das Universum und der ganze Rest
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„Seltsam sei es und ungerecht, sagte Gauß, so recht ein Beispiel für die erbärmliche Zufälligkeit der Existenz, dass man in einer bestimmten Zeit geboren und in ihr verhaftet sei, ob man wolle oder nicht. Es verschaffe einem einen unziemlichen Vorteil vor der Vergangenheit und mache einen zum Clown der Zukunft.“ Daniel Kehlmann – Die Vermessung der Welt
Die wahre Eroberung und Vermessung der Welt beginnt bekanntermaßen mit der Renaissance. Gutenberg und Kolumbus schaffen die Werkzeuge und Grundlagen für ein Zeitalter des Aufbruchs, des Umdenkens, des wissenschaftlichen und künstlerischen Fortschritts. Und mittendrin sitzt Dürers melancholischer Engel, zugestellt mit dem Sammelsurium seines Erkenntnisapparats und scheint für den Moment etwas überfordert, nachdenklich, sich der ungeahnten Vielfalt bewusst, aber im Ergebnis reizüberflutet. „Melencolia I“ – mein Weihnachtsengel.
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