Layout und Automatisierung

Referat für Bildung und Sport, Pädagogisches Institut: Printmedia

Ein Paradebeispiel zum Thema Schnittstelle digital/analog. Grundlage des automatisierten Layoutprozesses sind Rohdaten aus der Veranstaltungsplanung des Kunden. Die gefilterten Inhalte wurden aus AFS in XML ausgegeben, mit einem eigens geschriebenen Script ins InDesign importiert und automatisch ausgerollt. – Soweit der Plan, …

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… in der Realität muss erfahrungsgemäß einiges improvisiert werden, denn auch mit moderner Scripting-Unterstützung verlangen umfangreiche Publikationen stets handwerkliche Routine. Einen gestaltlosen Code (ohne Manuskript) zu übernehmen bleibt ein Unsicherheitsfaktor.

Kita-Bildungsprogramme 2020 und 2021

Inhaltsverzeichnis, Kapitelregister und Veranstaltungskalender rollen automatisch aus. Nach Sichtung des Groblayouts werden die Korrekturen ins AFS-System eingepflegt und danach wieder eine neue XML-Datei ins Layout zurückgeschickt. Der Vorgang wiederholt sich bis zum Reinlayout.

In Bausteinen und Modulen denken – Voraussetzungen für ein intelligentes Scripting, ideal ungesetzt von Gregor Fellenz publishingX , Köln

Für die Automatisierung sind vor allem kalendarische und listenartige Inhalte prädestiniert, also dort wo Datenbankfelder gefiltert, sortiert und abgebildet werden können. Broschüren wie die Handbücher des Schulpsychologischen Dienstes (unten) sind redaktionell zu differenziert um über einen Datenstrom ausgegeben zu werden und sind für ein Scripting-Layout ungeeignet. Hier gehört zum Gestalten das aufmerksame Lesen.

Die Gestaltung des PI-Veranstaltungsprogramms (unten) ist immer eine spannende Aufgabe. Die zu übernehmenden Datenbankinhalte mit komplexen Textstrukturen haben es in sich. Über 400 Seiten werden schnell und detailgenau layoutet, mit allen Index-Extras – ohne Scripting.

Digitalisierung und Zeitersparnis

Zehn Jahre in Folge organisieren wir das Layout des umfangreichen und detailreichen Katalogs, über eine intelligentes System aus Formatvorlagen und dem ein oder anderen Betriebsgeheimnis ;-) Fazit: in zwei Wochen steht das 400-Seiten-Werk, nach weiteren zwei Wochen geht es in den Druck – eine sportliche Leistung, ein typografisch perfektes Ergebnis.

Beim Thema Automatisierung stellt sich nicht allein die Frage, ja oder nein, sondern vielmehr, wie weit soll die Automatik gehen? Bis zu welchem Punkt ist sie im Einzelfall sinnvoll, effizient und bezahlbar? Ein hundertprozentig vollautomatisches Layout ist meist in der Vorbereitung zu umständlich und aufwändig. Fünf bis zehn Prozent gefühlvolle Nacharbeiten gehen schnell und leicht von der Hand und machen ein Layout erst schön und lesenswert.