Ansichten, Einsichten, Aussichten.

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  • Ruhe im Büro – und ein weißes Blatt Papier · Egerer Designteam München


Erfolgreich zusammenarbeiten – effizient oder effektiv?

Gutes Design entsteht im konstruktiven Dialog und durch konzentriertes Arbeiten – das klassische Arbeitsgespräch hat wieder Konjunktur. Eine Zeit lang verdrängte die Pitch-Performance den direkten und zeitsparenden Austausch in kleinen Teams, Wettbewerbe sind eben nicht anders zu organisieren. Doch hat die Präsentation vor Jury und Publikum auch Nachteile, denn nach der Show ist vor der eigentlichen Arbeit. Dann kommt die Zeit der stillen Effizienz: allein am Tisch, mit einem Problem und einem leeren Blatt Papier – herrlich!

Kunst und Kommerz – Design oder Nichtsein?

Es gibt Designkonzepte, die edel und fantasievoll sind, aber nicht stresskompatibel. Doch darauf kommt es an. Kommunikation in der Öffentlichkeit muss stets Nebengeräusche berücksichtigen sowie die unkalkulierbare Befindlichkeit des Empfängers, der selten die Konzentration aufbringt, die wir als Absender eines Informationsangebots gerne voraussetzen. Im Unterschied zum Design, tendiert Kunst dazu, die Dinge zu verklären. Unsere Aufgabe ist es jedoch eher, die Dinge zu erklären. Bei allem Anspruch an Ästhetik und Unterhaltung, haben Prägnanz und Klarheit eines Entwurfs darum oberste Priorität. Es sind meist die simplen Ideen, die plakativ auf sich aufmerksam machen und den höchsten Wirkungsgrad entwickeln.

Wie schätzt man Medien richtig ein – Hü oder Hott?

Skepsis kann durchaus eine treibende Kraft sein – wenn man seinen Zweifeln vertraut. Die wirklich berauschende Medienentwicklung in unserer Branche verfolgen wir mit gespannter Neugier, wir nehmen uns aber genügend Zeit für die Bewertung von Kosten und Nutzen. Alte Zöpfe abscheiden ist zwar immer gut, etwas vorsichtiger sollte man mit dem Absägen von dicken Ästen sein, vor allem wenn man noch jahrelang drauf sitzen kann. Die Einschätzung von Medien sollte dabei nicht in einen Ideologiestreit abdriften. Erwartungen und Sehnsüchte der meisten Unternehmen sind nämlich durchaus ambivalent. Denn einerseits ist da stete die Sorge, auf ein zu altes Pferd zu setzen, andererseits scheut auch jeder das Risiko, zur versprengten Avantgarde zu gehören. In den meisten Fällen ist es tatsächlich schlauer, aus der Beobachtung heraus nachzurücken, als medienselig und mit Hurra vorauszustolpern.

Fazit – cool bleiben im Web 2.0

Vergessen wir doch einfach mal für einen Moment das SEO und Keywordgestöpsel und denken in aller Ruhe über die richtige Kommunikation nach. Das macht Google selbst ja auch, ändert ständig seine Formel und kommt der Wahrheit virtueller Selbstdarstellung immer besser auf die Spur. Schließlich hat die Suche im Internet nur dann einen Wert, wenn das Ergebnis echt ist und keine werbliche Trickserei. Den vermeintlichen Google-Code knacken zu wollen, um sich im Ranking vorzudrängeln ist Manipulation und keine Optimierung. Kein konspirativer SEO-Spickzettel, der nicht nach kurzer Zeit veraltet wäre. Also zurück zu unseren elementaren Aufgaben!